Expressionismus • Kunst

Expressionismus | Frühes 20. Jahrhundert

Grüne Männchen, blaue Pferde – sind Außerirdische gelandet?

Grüne Männchen, blaue Pferde, gelbe Kühe? Ob Außerirdische gelandet sind? – Iwo, die Expressionisten sind da! Der Expressionismus ist eine neue Kunstrichtung in der Malerei. Sie folgt auf den (Post-)Impressionismus.

Expressionismus
August Macke, Zoologischer Garten I, 1912 | © Lenbachhaus München

Der Expressionismus befreit die Farbe

Die Wirklichkeit naturgetreu abbilden? – Das war einmal. Der Expressionismus befreit die Farbe. Farbe ist nicht länger „dienend“. Die kühnen jungen Maler brechen Regeln. Die Malerei wird neu gedacht.

Typisch expressionistisch

Was ist typisch espressionistisch? Bezeichnend sind …

  • ein freier Umgang mit Farbe und Form
  • die Farben häufig ungemischt
  • holzschnittartige Formen
  • der Ausdruck von Gefühlen und Stimmungen.
Franz Marc, Blaues Pferd I, 1911 | © Lenbachhaus MünchenFranz Marc: „Blaues Pferd I“, 1911 | © Lenbachhaus München

Direkt, spontan und selbst „durchfühlt“

Direkt und spontan gibt der Maler ein selbst „durchfühltes“ Motiv weiter. Die Maler lassen dabei sozusagen in die Seele blicken.

Blauer Reiter und Brücke, München und Dresden

Zwei Gruppen von Künstlern machen den deutschen Expressionismus weltweit bekannt und berühmt:

  1. Der Blaue Reiter in München um die Maler Franz Marc und Wassily Kandinsky.
  2. Die Brücke in Dresden mit Malern wie Ernst Ludwig Kirchner, Fritz Bleyl, Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff.

Augenschmaus im Lenbachhaus

Die weltweit größte Sammlung zur Kunst des Blauen Reiter besitzt das Lenbachhaus in München.  Schau doch mal rein und sag „Hallo“ zu Münter, Marc und Macke!

Zusammengefasst

Expressionismus bezeichnet eine Stilrichtung der Kunst des frühen 20. Jahrhunderts. Sie ahmt nicht mehr die äußere Wirklichkeit nach. Vielmehr werden hier Gefühle ausgedrückt. Die Farben sind sehr kräftig, ausdrucksstark, oft nicht naturgetreu.

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