Impressionismus • Kunst

Impressionismus, was ist das?

Impressionismus: Monet, Renoir und Co. drücken auf die Tube

Der Impressionismus ist eine Stilrichtung in der Malerei. Im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts aufregend neu, ein Bruch mit dem Gewohnten. Für viele verstörend. Die Maler verlassen das Atelier und arbeiten bevorzugt im Freien. Geburtsort des Impressionismus ist Frankreich.

Renoir_Two-SistersPierre Auguste Renoir, French, 1841-1919. Two Sisters (On the Terrace), 1881. Öl auf Leinwand (100.5 x 81 cm) | The Art Institute of Chicago, Mr. and Mrs. Lewis Larned Coburn Memorial Collection.

Künstler wie Claude Monet (1840–1926) liebten das Licht. Große Themen und Geschichten finden sich in ihren Werken nicht. Dafür aber etwas anderes: Atmosphäre, Stimmung nämlich. Impressionistem halten einen Eindruck fest, ein Seherlebnis. Mit hellen, häufig unvermischten Farben und mit raschen, kurzen Pinselstrichen.

Drücken fleißig auf die Tube: Monet & Co.

„Die Farbtuben haben es uns ermöglicht, in freier Natur zu malen. Ohne sie hätte es weder einen Cézanne noch einen Manet gegeben, auch nicht den Impressionismus.“ So sprach Auguste Renoir (1841–1919), der Maler des Bildes, das du oben siehst.

Dank der Erfindung der Farbtube können Künstler jetzt im Freien malen. Zum Beispiel einen Sonnenaufgang über vernebelten Booten, Schiffen und Hafenkränen. Claude Monet nennt das Geflimmer der Farben „L’Impression, soleil levant“, zu Deutsch: „Der Eindruck, Sonnenaufgang“. Aber ach! Das Gemälde stellt eine Morgenröte dar, die Zeitgenossen Zornesröte ins Gesicht treibt.

Zoff! Erste impressionistische Schau 1874 in Paris

Die erste Schau im Jahre 1874 wird ein Flop. Kritiker empören sich. Darunter Louis Leroy (18121885). Der macht sich lustig über die Maler. Und zwar unter dem Titel „Ausstellung der Impressionisten“. Das Bild „Impression, Sonnenaufgang“ von Claude Monet wird zur Zielscheibe seines Spotts. Eine Tapete im Urzustand sei ausgearbeiteter als dieses Seestück!

Das Gemälde aber wird berühmt – als Namensgeber der Impressionisten, wie sie sich bald schon selber nennen. Wie sagte schon der Dichter Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832)? – Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.

Raumtiefe durch warme und kalte Farben

Um Raumtiefe zu erzeugen, setzen impressionistische Maler warme Farben (wie Rot und Gelb) in den Vordergrund, kalte Farben (wie Blau und Grün) in den Hintergrund. Der Trick aber ist gar nicht neu. Bereits Leonardo da Vinci hatte seiner „Mona Lisa“ auf diese Weise Tiefe gegeben – im Jahre 1502.

Claude-Monet: „La Corniche bei Monaco“, 1884Claude Monet: „La Corniche bei Monaco“ (1884) | © Rijksmuseum

Berühmte Impressionisten

Berühmte Maler des Impressionismus heißen: Claude Monet, Auguste Renoir, Paul Cézanne, Gustave Caillebotte, Edgar Degas, Edouard Manet, Camille Pissarro …

Post-Impressionisten sind zum Beispiel Georges Seurat oder auch Vincent van Gogh.

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