Farbe

Die (Un-)Farben Schwarz und Weiß

Schwarz und Weiß

Als die Bilder laufen lernten: Schwarz-Weiß-Film mit „Laurel & Hardy“. Quelle: Giphy.com

Schwarz und Weiß genügen, um das Leben abzubilden

Mit Schwarz und Weiß lässt sich die Welt abbilden. Als die Bilder laufen lernten, in der Frühphase des Films, da gab es nur Schwarz-Weiß. Weiterer Farben bedarf es nicht, wie du hier siehst. Dabei gelten Schwarz und Weiß als „Unfarben“. Und Schwarz hat sogar einen zweifelhaften Ruf. – Was ist hier los?

Schwarz-Weiß: Zebras in AfrikaNatürlich Schwarz-Weiß: Zebras in Afrika

Es werde Licht!

Schwarz – so stellen wir uns vor – war diese Welt, bevor Gott sprach: „Es werde Licht.“ Und es ward Licht. Und mit dem Licht, da kamen auch die Farben in die Welt! Leuchtend grüne Wiesen, rotes Blut und bunte Vögel

Schwarz ist Miesepeters Lieblingsfarbe

Der „schwarze Peter“ ist eine Karte, die niemand ziehen will. Wer „Schwarz sieht“, lässt die Hoffnung fahren. Schwarzfahrer (ohne Fahrschein) oder Schwarzarbeiter (ohne Genehmigung) tun etwas Verbotenes. Wer „schwarzmalt“, ist ein Miesepeter. Unglücklich ist, wer sich „schwarzärgert“. Das „schwarze Schaf“ hat nichts zu melden. Scheint ganz schön fies zu sein, das Schwarz. Allein, so einfach ist es nicht …

Würdenträger tragen Schwarz

Dirigenten, Richter und Pastoren tragen Schwarz. Sogenannte Würdenträger. Auch der bis über beide Ohren verliebte Bräutigam trägt einen schwarzen Anzug. Und Frauen häufig gern „das kleine Schwarze“ – ein schlichtes, schwarzes Kleid, das zu vielen Anlässen passt. Schwarz ist feierlich, ist würdevoll, vermittelt Tiefe.

Schwarz ist bunt

Schwarz ist bunt? Finde es selbst heraus!

Schwarz zu Zeiten des Barock

Hochmodern ist Schwarz zu Zeiten des Barock. Für die Maler eine echte Herausforderung! Es ist nämlich sehr schwer, ein heiteres Bild von einem „Mann in Schwarz“ zu malen. Hier siehst du einen „man in black“, einen Mann, der Schwarz trägt und sich sichtlich dabei wohl fühlt.

Frans Hals: „Willem von Heythuysen“Man in black: „Willem von Heythuysen“ von Frans Hals | © Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Gemäldegalerie Alte Meister, Foto: Estel/Klut

Trägt die Trauer immer Schwarz?

Die Pole der Farbskala, Schwarz und Weiß, verkörpern Extreme. Extrem sind auch Geburt, Hochzeit und Tod. Da kommen folgerichtig Schwarz und Weiß ins Spiel …

Hierzulande trägt die Trauer Schwarz. Andernorts sieht es ganz anders aus. In China etwa steht der Tod dem Göttlich-Reinen nah – also Weiß! Und in zahlreichen mittel- und südamerikanischen Ländern ist der Totenkult so recht schön bunt – und keine Farbe ist tabu!

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